2 wichtigsten Methoden der Zahnimplantation: Ein Vergleich

von Dental-Pedia
2 wichtigsten Methoden der Zahnimplantation: Ein Vergleich

Da Zahnimplantate schon lange verwendet werden, wurden zahlreiche verschiedene Implantatsysteme aus unterschiedlichen Materialien und verschiedene Implantationsmethoden entwickelt. Grob lassen sich zwei Implantationsmethoden unterscheiden –  konventionelle (KIV) Verfahren und minimal-invasive Verfahren

Herkömmliche Verfahren, die auch als KIV-Verfahren bekannt sind, erfordern Schnitte und Nähte, mehrere Operationen und eine Behandlungsdauer von bis zu einem Jahr. 

Minimalinvasive Verfahren kommen ohne Schnitte und Nähte aus und haben eine Behandlungsdauer von etwa 8 bis 10 Wochen. Schwellungen und starke, langanhaltende Schmerzen (bis zu einer Woche) sind bei diesem Verfahren selten, und viele Patienten berichten sogar von einer schmerzfreien Behandlung.
Die Wahl des Verfahrens bestimmt u. a. die Dauer der Behandlung, die Kosten, das Risiko einer  periimplantären Entzündung und die Stärke der Schmerzen. Als Patient ist es daher wichtig, sich über die verschiedenen Implantationsmethoden zu informieren. Im Folgenden beschreiben wir die beiden Implantationsmethoden. 

Das konventionelle Implantationsverfahren (KIV)

1. Das konventionelle Implantationsverfahren (KIV)

Das KIV-Verfahren ist das klassische Implantationsverfahren. Der Implantologe schneidet mit einem Skalpell das Zahnfleisch auf und löst es zusammen mit der Knochenhaut vom Kieferknochen ab. Bei freier Sicht auf den Knochen bohrt er die Implantatlöcher und setzt das Implantat ein. Bei einem  zweiteiligen Implantat wird der Implantatkörper mit einer chirurgischen Verschlussschraube verschlossen, das Zahnfleisch zusammen mit der Knochenhaut über den Knochen gelegt und alles vernäht.  

Dieses Implantatverfahren  ist zwangsläufig mit größeren Risiken wie Infektionen (Entzündungen), Schwellungen, Blutergüssen und Schmerzen verbunden. In der so genannten prothetischen Phase (nach einigen Monaten, wenn das Implantat "eingeheilt" ist) wird dann unter örtlicher Betäubung die Mundschleimhaut erneut geöffnet und das Implantat freigelegt. Die Schleimhaut wird geformt, ein relativ aufwändiger Abdruck genommen (inklusive Röntgenkontrolle und offener Abformung) und je nach Einbringungsmethode wird zunächst ein Gingivaformer oder der Implantatkopf eingesetzt, auf den in einer späteren Sitzung die Prothese befestigt wird. 
 

Die Patienten berichten oft, dass die Ablösung der Knochenhaut vom Kieferknochen besonders unangenehm war.
 

Nachfolgend werden die Nachteile des herkömmlichen Implantatverfahrens aufgeführt: 

  • Mindestens zwei bis sechs Sitzungen oder Operationen mit ein- oder mehrmaliger Freilegung des Kieferknochens 

  • Lange Gesamtbehandlungszeit von bis zu einem Jahr 

  • Hohe Material- und Verbrauchskosten 

Minimalinvasive Zahnimplantat-Verfahren (MIMI)

2. Minimalinvasive Verfahren (MIMI) 

In der Medizin bezeichnet der Begriff minimalinvasiv im Allgemeinen chirurgische Eingriffe, bei denen Haut und Weichteile wenig oder gar nicht verletzt werden. Diese Operationsmethoden mit der Schlüssellochmethode, wie sie beispielsweise bei Herzklappen-, Stent-, Gallenblasen-, Blinddarm- und Kniegelenksoperationen eingesetzt werden, sind in der Chirurgie seit langem Standard, da kleinere oder gar keine Schnitte zu weniger Schmerzen nach der Operation führen und der Patient sich schneller erholt und seinen gewohnten Tagesablauf schneller wieder aufnehmen kann. 

Die minimal-invasiven Implantationsmethoden (MIMI)  setzen sich in der Implantologie immer mehr durch. Die MIMI-Methode ist seit über 25 Jahren etabliert und berücksichtigt moderne Erkenntnisse der Knochenphysiologie und innovative hochwertige Prothetik (Zahnersatz). MIMI unterscheidet sich deutlich von KIV in der Organisation und im chirurgischen Ablauf, aber auch im prothetischen Konzept. Eine Implantation mit dem MIMI-Verfahren ist in wenigen Minuten in nur einer Sitzung abgeschlossen. Öffnungen der Mundschleimhaut (Zahnfleisch) sind in der Regel nicht erforderlich, wodurch auch die Notwendigkeit von Nähten und deren Entfernung eine Woche später in einer weiteren Sitzung entfällt.  


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