Zahnimplantate aus Titan oder Keramik? Ein Vergleich

von Dental-Pedia
Zahnimplantate aus Titan oder Keramik? Ein Vergleich

Zahnimplantate werden aus verschiedenen Materialien hergestellt. Titan hat sich als bevorzugtes Implantatmaterial durchgesetzt, da es im Körper keine Abstoßungsreaktionen auslöst und gut verträglich ist. Im Vergleich zu anderen Metallen weist es eine weitaus bessere immunologische Verträglichkeit auf, die auch als Biokompatibilität bezeichnet wird. Titan oder Keramikimplantate? Dieser Artikel enthält einen ausführlichen Vergleich von Titan- und Keramikimplantaten. 

Zahnimplantatmaterial Titan: Wählen Sie Grad 4, um das beste Ergebnis zu erzielen

Zahnimplantat Material: Titan 

Titan gibt es in verschiedenen Reinheitsgraden. Da Titan ein relativ weiches Metall ist, wird es mit Hilfe von Legierungen an die jeweiligen technischen Anforderungen angepasst. 

Titan Grad 1 ist Reintitan (99,5%) 

Titan Grad 4 wird hauptsächlich in der Implantologie verwendet 

Titan Grade 5 wird hauptsächlich für durchmesserreduzierte Mini-Implantate verwendet. Das Material ist härter als Titan Grade 4, da die Legierung aus 90% Titan, 6% Aluminium und 3% Vanadium besteht. Allerdings ist die Biokompatibilität auch bei dieser Legierung eingeschränkt.

Wenn Sie sich für Titanimplantate entscheiden, achten Sie darauf, dass Sie ein Implantat aus Titan Grad 4 erhalten. In verschiedenen wissenschaftlichen Arbeiten wird ein Zusammenhang zwischen der Alzheimer-Krankheit und der Verwendung von Implantaten aus Titan Grad 5 diskutiert. 

Was ist Titanintoleranz? Titanoxid-Intoleranz betrifft etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung

Was ist eine Titanintoleranz? 

Eine Titanoxid-Unverträglichkeit ist im Allgemeinen bei 10-15 % der Bevölkerung nachweisbar. Sie wird durch die Ablösung von Nano-Titanpartikeln verursacht, die bei jeder Implantation von Titanimplantaten auftritt. Durch direkte Oxidation werden diese Partikel zu Titanoxid, das sich fast immer im umgebenden Knochen oder Weichgewebe des Implantats befindet. 

Gewebemakrophagen (Abräumzellen) nehmen diese Titanoxidpartikel auf und setzen entzündungsfördernde Zytokine frei. Die Immunantwort des Körpers darauf ist sehr individuell und hängt unter anderem von genetischen Varianten ab. Die Titanunverträglichkeit ist also das Ergebnis einer verstärkten Entzündungsreaktion der Gewebemakrophagen auf Titanoxidpartikel. 

Es handelt sich nicht um eine Allergie! Ob eine Titanoxid-Unverträglichkeit vorliegt, kann vor der Implantation in einem Speziallabor untersucht werden. Bei der Untersuchung nimmt der Hausarzt Blut ab und lässt es in einem immunologischen Diagnosezentrum (z.B. imd-berlin.de) untersuchen. Es wird eine genetische Veranlagungsanalyse sowie ein spezieller Titanstimulationstest durchgeführt. 

Zahnimplantatmaterial Keramik: Zahnimplantate aus Zirkonoxid sind hypoallergen – keine Sorge vor Allergien

Material des Implantats: Keramik 
 

Wenn Sie unter einer Titanoxid-Unverträglichkeit leiden oder grundsätzlich kein Metall in Ihren Körper einbauen lassen wollen, können Sie sich auch für eine andere Form des Implantats entscheiden. 

Keramik gilt seit vielen Jahren als ideales Material für Zahnimplantate, da es zu keiner Ablösung von Keramikpartikeln im Knochen und damit zu keiner Unverträglichkeit kommt. Bereits in den Anfängen der Implantate in den 1970er Jahren wurde Keramik als Material für den Implantatkörper verwendet, z. B. das Tübinger Implantat.  
Da die damals verwendeten Materialien, darunter Aluminiumoxid, den hohen mechanischen Anforderungen nicht gewachsen waren und es häufig zu Brüchen kam, verschwanden Zahnimplantate aus Keramik für viele Jahre vom Markt. Das heute verwendete Material, Zirkoniumdioxid, erfüllt jedoch alle Anforderungen an sichere und langlebige Keramikimplantate. 
Wie metallfrei ist ein Keramikimplantat?

Wie metallfrei ist ein Keramikimplantat? 

Für Keramikimplantate werden verschiedene Zirkoniumdioxidverbindungen verwendet. Um die Alterung des Materials zu verhindern, wird Aluminiumoxid (Al2O3) hinzugefügt. Einige Keramikimplantate enthalten 25 % Aluminium, andere nur 0,25 %. 

 Der Begriff "metallfrei" bezieht sich aber nicht nur auf das Implantatmaterial, sondern auch auf den Implantatkörper, d.h. die Aufbauverbindung bei zweiteiligen Implantaten und den Aufbau selbst. Verschiedene Implantatsysteme verschrauben das Abutment mit einer Schraube aus Titan, Hartmetall, Carbon, Gold oder auch Zirkonium - das Abutment selbst ist aus Zirkonium gefertigt. 


 Wenn der keramische Implantatkörper mit dem keramischen Aufbau verbunden wird, hinterlässt er einen Mikrospalt, durch den Bakterien in das Innere des Implantats wandern können. Bei diesen Bakterien kann es sich auch um MRSA-Bakterien (multiresistenter Staphylococcus aureus) handeln, die zu Periimplantitis und Implantatverlust führen können. 


Idealerweise erhalten Sie Keramikimplantate mit einem geringen Aluminiumoxidgehalt

Was sind vollständig metallfreie Keramikimplantate? 
  

Wenn Sie eine komplett metallfreie Versorgung wünschen oder benötigen, können Sie ein- oder zweiteilige Keramikimplantate mit Abutments aus Glasfaser verwenden. Bei solchen Implantaten ist der Glasfaseraufbau spaltfrei mit dem Implantatkörper verbunden, was aktiv verhindert, dass Bakterien in den Implantatnerv eindringen.  

Moderne Keramikimplantate werden aus Zirkoniumdioxid hergestellt, das durch den Zusatz von Aluminiumoxid (Al2O3) stabilisiert wird. Idealerweise sollten Sie Zirkonimplantate mit einem geringen Aluminiumoxidanteil von nur 0,25 % oder weniger erhalten. Obwohl Aluminiumoxid chemisch gesehen kein Metall ist, können sich Moleküle aus dieser Verbindung lösen und eine neue Bindung eingehen. 
Bevor Sie eine metallfreie Versorgung erhalten, fragen Sie bitte Ihren Implantologen nach dem Aluminiumoxidgehalt des Implantatsystems. 


Dental Pedia Checklist

Download our Dental Implant Checklists

Are you wondering if you need dental implants? Are you looking for a dentist for your dental implants? Are you preparing for your dental implant surgery? Please enter your email address to download our checklists for every stage of the dental implant process.

I agree that my data will processed in accordance with the terms and conditions of the privacy policy.

Sind Keramikimplantate sicher?
von Dental-Pedia

Subscribe to our newsletter

Verpassen Sie keine News mehr rund um Ihre Zahngesundheit und profitieren Sie monatlich von exklusiven Tipps, Aktionen und Expertenkontakten.